A

Infektionen der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule, vol. 06, pp. 188–201

Abstract

Der Beitrag thematisiert – unter Berücksichtigung der Leitlinie – Tipps und Tricks zur richtigen Behandlung der pyogenen (?) Spondylodiszitis. Dieser Beitrag soll die korrekte Diagnostik erläutern, aufzeigen, welche tagtäglichen Probleme von erfahrenen Behandlern gesehen werden und anhand welcher Kriterien eine konservative oder operative Therapie sinnvoll ist. Kernaussagen Die Spondylodiszitis stellt eine in ihrer Inzidenz zunehmende und oft lebensbedrohliche Erkrankung dar. Die Diagnosestellung der Spondylodiszitis ist aufgrund der unspezifischen Symptome wie Kreuzschmerzen, Müdigkeit und Fieber häufig verzögert, sodass entscheidende diagnostische und therapeutische Schritte oft verspätet eingeleitet werden. Die Diagnose ist als Synopsis aus Anamnese und klinischer Untersuchung, laborchemischer Diagnostik, radiologischer Bildgebung (Goldstandard: MRT) sowie mikrobiologischer und histologischer Diagnostik zu stellen. Ein Erregernachweis soll angestrebt werden, hierzu sollten auch bei afebrilen PatientInnen und vor Beginn einer Antibiotikatherapie 3 Paare Blutkulturen (aerob/anaerob) abgenommen werden. Die antibiotische Therapie sollte jedoch 6 Wochen nicht unterschreiten, bei Vorliegen von Risikofaktoren oder schweren Verläufen kann auch eine längere Therapie notwendig sein. Ein therapeutischer Goldstandard existiert nicht. Konservative und operative Behandlung sind möglich, wobei bei neurologischen Defiziten, Sepsis, progressiven Instabilitäten/Deformitäten oder raumfordernden epiduralen Abszessen dem chirurgischen Vorgehen der Vorzug gegeben werden sollte. Eine routinemäßige MRT-Verlaufskontrolle sollte nicht durchgeführt werden.

Authors 6

  1. Marc Dreimann corresponding

    University Medical Center Hamburg-Eppendorf

    Affiliation as printed

    Wirbelsäulenchirurgie, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg

  2. University Medical Center Hamburg-Eppendorf

    Affiliation as printed

    Wirbelsäulenchirurgie, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg

  3. University Medical Center Hamburg-Eppendorf

    Affiliation as printed

    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Hamburg

  4. Universitätsklinikum Aachen · RWTH Aachen University

    Affiliation as printed

    Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum, Uniklinik RWTH Aachen, Aachen

  5. University Hospital Leipzig

    Affiliation as printed

    Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Germany

  6. University Medical Center Hamburg-Eppendorf

    Affiliation as printed

    Wirbelsäulenchirurgie, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg

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References 25