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Etablierung eines Gewebe-Aufarbeitungs-Workflows und Analyse des Einflusses der Formalinfixierung und Paraffineinbettung auf die spektrale Bioinformation von Speicheldrüsentumoren

Laryngo-Rhino-Otologie, vol. 101, pp. S46

Abstract

Die prä-, intra- und postoperative Entitäts- und Dignitätsbestimmung von Speicheldrüsen-tumoren (ST) allein anhand von histomorphologischen Kriterien ist häufig mit großen Unsicherheiten verbunden. Die Spektren der Raman-Spektroskopie (RS) und der Infrarot-Spektroskopie (IS) enthalten Informationen zu der molekularen Zusammensetzung des untersuchten Gewebes. Ziel der Arbeit war die Etablierung eines Gewebe-Aufarbeitungs-Workflows und die Analyse des Einflusses der Fixierung auf die spektrale Bioinformation. Zudem wird ein Überblick über den Einsatz der RS und IS im Kopf-Hals Bereich gegeben. Es wurden 10 mm dicke, konsekutive kryo-, formalin- und paraffinfixierte ST-Gewebeschnitte von Zystadenolymphomen (n=5) und pleomorphen Adenomen (n=4) mit der RS und IS untersucht und die Daten multivariat ausgewertet. Die Messungen erfolgten in Korrelation zur Histomorphologie über einen korrespondierenden HE-Schnitt sowohl im Tumorgewebe als auch im gesunden Speicheldrüsengewebe. In der Mittelwertspektrenanalyse zeigte sich eine deutliche Paraffin-Signatur, Formalin-Fixierung hatte keinen wesentlichen Einfluss. Dies konnte durch die Hauptkomponentenanalyse (PCA) bestätigt werden. Eine Diskriminierung von Tumor- und Nicht-Tumorgewebe durch die PCA und gekoppelte Diskriminanzanalyse war ebenfalls mit beiden spektroskopischen Methoden mit einer hohen Sensitivität möglich. Für eine Translation von spektralen Verfahren ist das Wissen über Einflussfaktoren auf die spektrale Bioinformation der Gewebeaufarbeitung und -fixierung unabdingbar. Die Integration spektraler Verfahren additiv in bestehende Arbeitsabläufe ist möglich. Der Einfluss der Formalinfixierung auf die spektrale Bioinformation ist gering. Die bioinformatische Analyse der umfangreichen Datensätze ist herausfordernd. IZKF Würzburg Publication History Article published online: 24 May 2022 © 2022. The Author(s). This is an open access article published by Thieme under the terms of the Creative Commons Attribution-NonDerivative-NonCommercial-License, permitting copying and reproduction so long as the original work is given appropriate credit. Contents may not be used for commercial purposes, or adapted, remixed, transformed or built upon. (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/). Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany

Authors 8

  1. Universitätsklinikum Würzburg

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    Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen, Universitätsklinikum WürzburgWürzburg

  2. Affiliation as printed

    Institut für PathologieWürzburg

  3. Reutlingen University

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    Lehr- und Forschungszentrum Process Analysis and Technology PA&T, Hochschule ReutlingenReutlingen

  4. Reutlingen University

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    Lehr- und Forschungszentrum Process Analysis and Technology PA&T, Hochschule ReutlingenReutlingen

  5. Reutlingen University

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    Lehr- und Forschungszentrum Process Analysis and Technology PA&T, Hochschule ReutlingenReutlingen

  6. Universitätsklinikum Würzburg

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    Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen, Universitätsklinikum WürzburgWürzburg

  7. Universitätsklinikum Würzburg

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    Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen, Universitätsklinikum WürzburgWürzburg

  8. Universitätsklinikum Aachen · RWTH Aachen University

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    Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, Uniklinik RWTH AachenAachen

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