Scheitern oder nicht scheitern, das ist hier die Frage
Nervenheilkunde, vol. 45, pp. 386–389
Abstract
Zusammenfassung Scheitern wird in der Wissenschaft häufig als Makel wahrgenommen, obwohl es ein zentraler Bestandteil des Erkenntnisprozesses ist. Der Beitrag unterscheidet zwischen sozialem Scheitern, bei dem wissenschaftliche Leistungen aufgrund fehlender Sichtbarkeit oder Anerkennung nicht rezipiert werden, und epistemischem Scheitern, bei dem Hypothesen oder Methoden nicht zu den erwarteten Ergebnissen führen. Historische und aktuelle Beispiele verdeutlichen die Bedeutung beider Formen für den wissenschaftlichen Fortschritt. Anhand eines eigenen Forschungsprojekts zur Verbreitung der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) im deutschsprachigen Raum wird gezeigt, wie auch methodisch fundierte Studien an mangelnder Beteiligung scheitern können. Trotz klarer Fragestellung und hoher praktischer Relevanz blieb die Rücklaufquote gering. Der Beitrag plädiert für einen offenen Umgang mit Scheitern, da dessen Analyse wesentlich zur Weiterentwicklung von Forschung und Methodik beiträgt.
Authors 2
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Affiliation as printed
DGHP – Deutsche Gesellschaft für Hirnstimulation in der Psychiatrie
Department for Psychiatry, Psychotherapy and Psychosomatics, RWTH University Hospital, Germany
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Affiliation as printed
Curamed Tagesklinik Neu-Ulm, Tagesklinik für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Germany
DGHP – Deutsche Gesellschaft für Hirnstimulation in der Psychiatrie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III, Universitätsklinik Ulm, Germany
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