MRR - Material Recovery Right
Abstract
Der Bausektor ist für rund 37 % der weltweiten Emissionen verantwortlich. Bis 2060 verdoppelt sich der Rohstoffverbrauch, und bis 2050 wird ein Anstieg des Bauabfalls um 70 % prognostiziert. Obwohl die Kreislaufwirtschaft als mögliche Lösung im Immobiliensektor gesehen wird, erschweren Hindernisse wie fehlende kreislauffähige Konstruktionen, schwache Anreize zur Wiederverwendung und die Zurückhaltung von Investoren die praktische Umsetzung. Dieses Forschungsprojekt schließt diese Lücke mit dem innovativen Konzept Material Recovery Right (MRR), das auf einer Trennung von Materialeigentum vom Gebäudeeigentum durch handelbare Zertifikate für gebrauchte Baumaterialien basiert. Mit der Integration von ökonomischen und ökologischen Bewertungsmethoden etabliert das Projekt ein theoretisches Framework und wendet dieses auf die Fassade des Moringa-Projekts in der Hamburger HafenCity an. Das Gebäude stellt Deutschlands erstes Cradle-to-Cradle-Wohnhochhaus dar. Interviews mit zentralen Stakeholdern belegen sowohl die Machbarkeit als auch die Akzeptanz des MRR-Konzepts, wobei die finanzielle Tragfähigkeit des Konzepts entscheidend für die Akzeptanz ist. Die Ergebnisse zeigen, dass das MRR-Konzept Anreize für ein kreislauffähiges Bauen bietet, neue Finanzierungsquellen für die Projektentwicklung erschließen und die Widerstandsfähigkeit gegen Ressourcenknappheit erhöhen kann.
Authors 5
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Peter Letmathe Aachen
Affiliation as printed
RWTH Aachen University, Aachen
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Mari Hermanns Aachen
Affiliation as printed
RWTH Aachen University, Aachen
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Johannes Bauer Aachen
Affiliation as printed
RWTH Aachen University, Aachen
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Linda Hildebrand Aachen
Affiliation as printed
RWTH Aachen University, Aachen
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Kim Ha Tran Aachen
Affiliation as printed
RWTH Aachen University, Aachen
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