Die Grenzen des Sagbaren
Organisationsberatung Supervision Coaching, vol. 31, pp. 303–308
Abstract
Zusammenfassung Der Beitrag beschäftigt sich mit den im öffentlichen Diskurs oftmals kritisierten Grenzen des Sagbaren, die als Einschränkung der grundgesetzlich garantieren Meinungsfreiheit gesehen werden. Es wird die Auffassung vertreten, dass Meinungsfreiheit nicht mit dem Recht auf Äußerung jeglicher Meinungen verwechselt werden darf. Abgesehen von rechtlichen Bestimmungen wird auf gesellschaftliche Konventionen verwiesen, die ebenfalls eine wichtige Rolle dabei spielen, was als sagbar bzw. unsagbar in einer Gesellschaft gilt. Die Klage über Einschränkungen der Meinungsfreiheit geht häufig mit dem politisch motivierten Bestreben einher, sprachliche Konventionen in Bezug auf Minderheiten und die brisanten Themen Migration sowie Vergangenheitsbewältigung zu unterlaufen.
Authors 1
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Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft, RWTH Aachen University, Eilfschornsteinstr. 15, 52062, Aachen, Deutschland
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