Wider das Establishment
Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, vol. 72, pp. 127–201
Abstract
Abstract Die Zeitgeschichtliche Forschungsstelle Ingolstadt (ZFI) ist weitgehend vergessen, auch wenn ihr nach wie vor die Rolle einer wichtigen Stichwortgeberin auf dem Feld des apologetischen Geschichtsrevisionismus zukommt. 1981 unter Federführung von Alfred Schickel und Hellmut Diwald gegründet, verstand sich die ZFI als Gegenentwurf zum Münchner Institut für Zeitgeschichte (IfZ), das als Bastion einer angeblich politisch motivierten Historiografie einer von den Schatten der NS-Vergangenheit unbelasteten deutschen Identität im Weg stand. Moritz Fischer und Thomas Schlemmer geben auf der Basis neu erschlossener Quellen Einblick in das Innenleben der ZFI, sie zeichnen ihre Konflikte mit etablierten Institutionen wie dem IfZ oder dem Bundesarchiv nach, und sie erklären, warum die ZFI in den 1980er Jahren zu einem auch öffentlich beachteten Eckpfeiler im „Brückenspektrum zwischen Konservativismus und Rechtsextremismus“ (Armin Pfahl-Traughber) avancieren konnte.
Authors 2
-
Affiliation as printed
Historisches Institut , RWTH Aachen , Theaterplatz 14 , Aachen , Germany
Historisches Institut, RWTH Aachen, Theaterplatz 14, 52062AachenGermany
-
Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
Affiliation as printed
Institut für Zeitgeschichte München–Berlin , Leonrodstraße 46b , München , Germany
Institut für Zeitgeschichte München–Berlin , Leonrodstraße 46b , München Germany
Cited by 0 stored of 0
No patents citing this paper on Lens.org (checked 2026-10-06).
References 2
2 results