A

Synkopeneinheiten

Nervenheilkunde, vol. 41, pp. 480–485

Abstract

ZUSAMMENFASSUNG Die Synkopenversorgung bei geriatrischen Patienten ist häufig aufgrund der höheren Wahrscheinlichkeit für schwerwiegende Grunderkrankungen sowie dem Vorliegen von Begleiterkrankungen und Polypharmazie anspruchsvoll. Häufig erfolgt eine stationäre Aufnahme zur weiteren Abklärung mit konsekutiv hohen Kosten für das Gesundheitssystem und ohne verbessertem Outcome für die Patienten. Zur spezifischen diagnostischen Abklärung, Risikostratifizierung und raschen Therapieinitiierung haben sich insbesondere für Intermediär- und Hochrisikosynkopen interdisziplinäre Synkopeneinheiten bewährt. Diese bestehen aus ärztlichen und pflegerischen Synkopenspezialisten sowie einem multidisziplinären Team und können anhand standardisierter Behandlungsalgorithmen eine rasche Diagnostik und ein optimiertes Management gewährleisten. Stationäre Aufnahmen, Aufenthaltsdauer sowie Behandlungskosten konnten hierdurch um 77 %, 50 % bzw. 29 % reduziert werden. Trotz einer klaren Empfehlung der European Society of Cardiology (ESC), haben 88 % der europäischen Krankenhäuser heute weiterhin keinen Zugriff auf eine Synkopeneinheit.

Authors 1

  1. Universitätsklinikum Aachen

    Affiliation as printed

    Medizinische Klinik I für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Uniklinik RWTH Aachen AöR

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References 40