A

„Florida-Rolf“ lässt grüßen

Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, vol. 70, pp. 361–389

Abstract

Abstract Während der Debatte um die Agenda 2010 erhob die Bild-Zeitung den in Florida ansässigen Sozialhilfeempfänger Rolf J. zum Symbol sozialstaatlicher Dysfunktionalität, um dem Ruf nach Reformen Nachdruck zu verleihen. Nach einer historischen Rekonstruktion der Auslandssozialhilfe als deutscher sozialstaatlicher Sonderpraxis analysiert Bernhard Rieger die von Bild initiierte Kampagne gegen „Florida-Rolf“ und andere „Sozialschmarotzer“. Der Fokus auf erwerbslose, häufig in unkonventionellen Familienverhältnissen lebende Männer verstärkte den Eindruck, bestehende Sozialgesetze ließen konventionelle Männlichkeitsnormen erodieren, verstärkten eine bedrohliche Krise der Arbeitsgesellschaft und bedürften zur Stärkung der Arbeitsethik einer grundsätzlichen Reform.

Authors 1

  1. Bernhard Rieger corresponding Aachen Institute for History

    Leiden University

    Affiliation as printed

    Institute for History , Leiden University ( Doelensteeg 16 , VL Leiden ) Netherlands

    Institute for History, Leiden University (Doelensteeg 16, 2311 VL Leiden)Netherlands

Cited by 2 stored of 2

2 results

No patents citing this paper on Lens.org (checked 2026-10-11).

References 0